Gegen die “Der Dritte Weg”-Kundgebung am 18.04. in Werder aktiv werden!

UPDATE: Die Neonazi-Kundgebung findet an der Ecke “Auf dem Strengfeld”/”Aprikosenweg” (Haltestelle Werderpark) statt. Eine Gegenkundgebung ist angemeldet.

Gegen Rassismus und Neonazismus!
Gegen die Kundgebung der neonazistischen Partei “Der Dritte Weg” am 18. April in Werder (Havel)!

Am 18. April wollen Neo-Nazis und Rassist_innen in Werder eine Kundgebung abhalten. Ihre Forderung ist ein “Ausländerstopp” für eine “Zukunft deutscher Familien”. Diesen völkischen Rassismus und die neonazistischen Machenschaften der Organisator_innen und deren Umfeld werden wir nicht unwidersprochen hinnehmen. Die neonazistische Strömung “Der Dritte Weg” steht für einen elitären Neonazismus. Ihre Ideologie und Aktionen richten sie an einem modernisierten Nationalsozialismus aus. In ihrem 10-Punkte-Programm, angelehnt an das 25-Punkte-Programm der NSDAP, propagiert die Splitterpartei einen völkischen Rassismus gepaart mit geschichtsrevisionistischem Nationalismus.

In ihren Aktivitäten unterscheidet sich die Gruppierung nur wenig von sogenannten Freien Kameradschaften, wobei ihre Aktionsschwerpunkte doch augenscheinlich in Gebieten liegen, in denen die neonazistische NPD weniger erfolgreich ist. “Der Dritte Weg” dient der militanten neonazistischen Szene somit auch als Gegenpol zur NPD und im Falle von Repression und Verbot von anderen Gruppierungen als Auffangbecken. Die Protagonist_innen sind langjährige Kader der neonazistischen Szene. Unter ihnen sind der mittlerweile in Brandenburg wohnhafte Matthias Fischer, ehemals aktiv in Bayern bei der neonazistischen Kameradschaft “Freies Netz Süd”, und der ehemalige Schutzbund-Deutschland und JN-Kader Maik Eminger. Beide hatten direkten Kontakt zum Nationalsozialistischen Untergrund “NSU”. Zur Kundgebung am Samstag, 18. April, mobilisierte zuerst die neonazistische Gruppierung “Licht und Schatten”, die sich vorrangig aus Neonazis aus Potsdam und Potsdam-Mittelmark konstituiert. Bereits frühere Aufmärsche wurden durch “Licht und Schatten” beworben und teilweise organisiert.

Kommt am 18. April nach Werder (WerderPark) und stellt euch den Neonazis in den Weg. Gegen Rassismus und Faschismus!

Treffpunkt für Potsdamer_innen mit Fahrrad oder ÖPNV(Bus): 10 Uhr Potsdam Hbf am Wasserturm. Pünktlich!

Treffpunkt für Berliner_innen: 9.20 Uhr am Bhf Alexanderplatz; Abfahrt RE1 um 9.33 Uhr am Gleis 2. Bis Potsdam Hbf und dann gemeinsam mit den Potsdamer_innen Bus fahren.

Bildet Bezugsgruppen damit ihr sicher anreisen, vor Ort aktiv und sicher abreisen könnt! weitere Informationen für Verhalten auf Demonstrationen und Aktionen hier: http://theyshallnotpass.blogsport.eu/technix/verhalten-auf-demonstrationen/

http://theyshallnotpass.blogsport.eu/technix/hinweise-zum-umgang-mit-repression-und-repressionsorganen/ http://theyshallnotpass.blogsport.eu/technix/zum-umgang-mit-traumatisierenden-folgen-von-polizeigewalt/

Informationen über “Der Dritte Weg” in Berlin und Brandenburg: http://www.inforiot.de/der-dritte-weg-aufbau-ost/

Informationen über die neonazistische Szene in Potsdam und Umgebung findet ihr hier:
arpu.blogsport.eu
apap.blogsport.eu

Vergessen ist die Erlaubnis zur Wiederholung

Am 27. Januar 2014 jährt sich der Jahrestag der Auschwitzbefreiung zum 69. Mal.
Zum 69. Mal werden von unterschiedlichen Vereinigungen Gedenkveranstaltungen durchgeführt.  Das Gedenken soll die Erinnerung an die Opfer wach halten und die Bezwinger des Nationalsozialismus ehren. Vor allem aber soll durch das Wachhalten der Erinnerung an die einmaligen Verbrechen der Deutschen eine Wiederholung verhindert werden, denn das Vergessen ist die Erlaubnis zur Wiederholung.

An die deutschen Verbrechen zu erinnern, aus der Geschichte gelernt zu haben, dazu beizutragen, dass nichts Ähnliches mehr sich wiederhole, ja gar ein Beispiel zu sein für andere Länder, wie man mit “schwieriger Geschichte” umzugehen habe, das beansprucht die staatliche und offizielle Erinnerungspolitik Deutschlands mit ihren Denkmalseinweihungen, Ausstellungen und Gedenkfeiern auch für sich.

Doch was ist dieses Gedenken wert in einem Land das 69 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz weiterhin versucht die Entschädigung von Opfern auf internationaler Ebene zu verhindern, während es über seine eigenen Grenzen hinaus Renten für die mörderischen Dienste der Täter zahlt? Was ist Gedenken wert in einem Land, welches heute mehr denn je an der Gleichsetzung von Nationalsozialismus und Kommunismus arbeitet und Gedenkstätten umfunktioniert, um sich von seiner Schuld rein zu waschen und sich als Opfer zu stilisieren?

Es ist nicht viel wert in einer Stadt wie Potsdam, wenn die Stadtoberen sich wiederholt über die Proteste von NS – Opferverbänden hinweg setzen und am Holocaustgedenktag eine Veranstaltung an einem Ort abhält an dem auch NS- Kriegsverbrechern gedacht wird – der Gedenkstätte Lindenstrasse. Dass diese Gleichsetzung durchaus gewollt ist zeigt sowohl die Gedenkpolitik in der Lindenstraße als auch die gesamte deutsche Gedenkkultur bei genauerer Betrachtung recht eindrucksvoll. Da wird nur noch von den zwei Diktaturen gesprochen unter denen die Deutschen gelitten hätten und ausser Acht gelassen, dass die Deutschen zum Großteil wenn nicht Täter_innen dann zumindestens Nutzniesser_innen des Nationalsozialismus waren. Wer also nur noch vom universellen Leid spricht, das ja schließlich alle Menschen erlitten hätten, entpolitisiert das Gedenken vollkommen bzw. versucht es zu missbrauchen um Deutschland von der Schuld rein zu waschen. Wer in dieser Form gedenkt, muss auch mit Protest rechnen.

Um 12 Uhr Gedenken der Stadt Potsdam in der Lindenstraße 54 (achtet auf Ankündigungen)

Wir rufen um 18 Uhr zu einem würdigen und antifaschistischen Gedenken am Denkmal der Opfer des Faschismus am Platz der Einheit auf. Anschließend gehen wir gemeinsam zum Mahnmal für die in den letzten Kriegstagen im Raum Potsdam gefallenen Sowjetsoldat_innen am Bassinplatz.

REMEMBERING MEANS FIGHTING

Antifa United Soliparty- eine neue Runde…

01. Feburar 2014 | 19.30 Uhr | Spartacus Potsdam

soliparty flyer 2014

Das dritte Jahr in Folge erwartet euch am 01. Februar eine besondere Veranstaltung im Spartacus. Das Antifaschistische Pressearchiv Potsdam (APAP) wird wie gewohnt seine alljährliche Chronik neonazistischer Aktivitäten 2013 veröffentlichen und außerdem wird es dieses Mal einen kleinen Einblick in die Arbeit des Verfassungsschutzes in und um Potsdam aus dem Umfeld der Betroffenen geben.
In diesem Jahr sind zwar weniger neonazistische Aktivitäten zu verzeichnen gewesen, dennoch sind Neonazis in Einzelaktionen in Erscheinung getreten. Rund um die Bundestagswahl gab es außerdem Wahlkampfstände von einschlägigen Parteien wie NPD und Pro Deutschland. Der Kampf gegen neonazistisches Gedankengut darf also keinesfalls an Stärke verlieren. Es muss weiterhin für eine breite antifaschistische Gegenkultur eingetreten werden!
Und während vor den Türen von Potsdam NSU-Unterstützer_innen ihr Unwesen treiben und NSU-Morde mysteriöser Weise unentdeckt bleiben, überwacht der Brandenburger Verfassungsschutz zu welchen Hits auf linken Partys in Potsdam getanzt wird. Diese und andere Skandale des Verfassungsschutzes werden im zweiten Vortrag thematisiert.

Um auch dieses Jahr weiter arbeiten zu können, erhoffen wir uns durch die anschließende Soliparty das nötige Kleingeld zusammen zu bekommen.
Ab 22.00 Uhr erwartet euch unsere bunte Antifa Kirmes mit Spiel, Spaß, Spannung und einer ganz besonderen Mitternachts-Überraschung!
Selbstverständlich darf danach zur Musik unserer Lieblings-Antifa-DJs getanzt werden.

Wir freuen uns auf euch!

Antifa United – Never divided